Arten von Ladesäulenfundamenten
Nicht jedes Fundament ist für jede Ladesäule geeignet. Je nach Standort, Bodenbeschaffenheit und geplanten Belastungen kommen unterschiedliche Fundamenttypen zum Einsatz:
Fertigteilfundamente
Diese vorgefertigten Elemente bestehen meist aus Beton oder Polymerbeton und sind mit integrierten Ankern, Leerrohrverbindungen und oft mit einer Bodenplatte ausgestattet. Sie ermöglichen eine schnelle und präzise Montage.
Vorteile:
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- Zeitersparnis bei der Montage durch vorgefertigte Fundamentplatten
- Hohe Präzision und Qualität durch industrielle Fertigung
- Wiederverwendbarkeit und nachhaltige Bauweise
- Integrierte Leerrohrverbindung für Strom- und Datenkabel
Ortbetonfundamente
Diese werden direkt vor Ort gegossen und bieten maximale Flexibilität bei der Form und Größe. Besonders geeignet für unebene Böden oder spezielle Anforderungen.
Vorteile:
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- Individuelle Anpassung an den Standort
- Hohe Stabilität durch Bewehrung mit Stahl
- Frostsichere Ausführung durch ausreichende Tiefe (mindestens 80 cm)
Universelle Fundamentsysteme (ULF)
Das ULF (Universal Ladesäulen Fundament) ist eine innovative Fundamentlösung von Hauff und weiteren Herstellern, die für verschiedenste Ladesäulentypen und Ladestelen geeignet ist. Modelle wie ULF380, ULF470 oder ULF300 bieten flexible Montage- und Anschlussmöglichkeiten.
Vorteile:
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- Schnelle und einfache Montage dank modularer Bauweise und Standfuß
- Anschluss von Strom- und Datenkabeln über integrierte Leerrohre (z.B. DN 200)
- Anpassbar an unterschiedliche Maße, Höhen und Gewichte der Ladesäulen
- Hohe Stabilität durch robuste Polymerbetonplatte und Fundamentrohr
- Adaptionsmöglichkeit für verschiedene Kabel- und Rohrgrößen
- Öffnung mit Blindverschlussdeckel für sauberen Abschluss
Vorteile von Fertigteilfundamenten für Ladesäulen
Wenn Schnelligkeit und Effizienz im Vordergrund stehen, sind Fertigteilfundamente die ideale Wahl. Ein Vergleich zeigt die entscheidenden Vorteile:
- Schnelligkeit
Während Ortbetonfundamente oft mehrere Wochen Aushärtezeit benötigen, sind Fertigteilfundamente innerhalb weniger Tage einsatzbereit. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Kosten.
Beispiel: Mit einem Fertigteilfundament ist eine Ladesäule neunmal schneller einsatzbereit als bei einer klassischen Ortbetonlösung.
- Wirtschaftlichkeit
Fertigteilfundamente reduzieren die Baukosten erheblich. Da sie standardisiert gefertigt werden, entfallen teure Anpassungen vor Ort.
- Umweltfreundlichkeit
Durch die Wiederverwendbarkeit und geringeren Materialeinsatz tragen Fertigteilfundamente zu einer nachhaltigeren Bauweise bei.
Technische Details und Planung
Für eine sichere und langlebige Installation ist die Planung des Fundaments entscheidend. Dabei sind folgende Aspekte zu beachten:
- Kabelquerschnitt: Für Ladeleistungen von 11 bis 22 kW empfiehlt sich ein 5-adriges Kabel, um Überhitzung zu vermeiden.
- Bewegungsfläche: Mindestens 150 x 150 cm sollten eingeplant werden, um ausreichend Platz für Montage und Wartung zu bieten.
- Fundamenttiefe: Um Frostschäden vorzubeugen, sollte das Fundament mindestens 80 cm tief sein.
- Materialwahl: Beton (C25/30) mit Bewehrungsstahl ist Standard, Polymerbeton bietet Vorteile bei Gewicht und Montage.
- Befestigungsmöglichkeit: Die Verwendung von Sechskantschrauben und Blindverschlussdeckeln sorgt für eine sichere und saubere Montage.
- Gesamtgewicht und Gesamtlänge der Ladesäule sind bei der Fundamentwahl zu berücksichtigen.
- Rohrdurchmesser (z.B. DN 200) für Kabelschutz und Medienführung ist wichtig.
Hinweis: Die Anzahl der Leerrohre kann je nach Projekt variieren und sollte frühzeitig festgelegt werden.
So wird ein Fundament für Ladesäulen installiert
Die Errichtung eines Ladesäulenfundaments erfolgt in mehreren Schritten:
- Standortvorbereitung: Boden prüfen und gegebenenfalls verdichten.
- Fundamentinstallation: Fertigteilfundament anliefern oder Ortbeton gießen.
- Anschluss der Medien: Strom- und Datenkabel über die Leerrohrverbindung einführen.
- Befestigung der Ladesäule: Die Ladesäule oder Stele wird sicher auf dem Fundament montiert.
- Abnahme und Inbetriebnahme: Technische Prüfung durch Elektriker und Freigabe für den Betrieb.
Anwendungsbereiche für Ladesäulenfundamente
Ladesäulenfundamente kommen in einer Vielzahl von Bereichen zum Einsatz, darunter:
- Öffentliche Ladeparks: An Autobahnen, Raststätten und Parkplätzen.
- Private Ladeinfrastruktur: Für Unternehmen und Mehrfamilienhäuser.
- Städtische Ladepunkte: In urbanen Gebieten mit hoher Verkehrsdichte.
Kompatibilität mit verschiedenen Ladesäulenherstellern
Ein hochwertiges Fundament ist nicht nur stabil und langlebig, sondern auch vielseitig einsetzbar. Unsere Fertigteilfundamente sind so konzipiert, dass sie mit den gängigsten Ladesäulenmodellen auf dem Markt kompatibel sind. Ob Sie Ladesäulen von etablierten Herstellern wie ABB, Siemens, Alfen oder anderen verwenden – unsere Fundamente bieten standardisierte Befestigungspunkte, die den Montageprozess erheblich erleichtern.
Mit unseren Fertigteilfundamenten profitieren Sie von:
- Erfahrung und Know-how: Wir bieten Lösungen, die sich bewährt haben.
- Qualität: Unsere Produkte entsprechen höchsten Standards.
- Flexibilität: Maßgeschneiderte Lösungen für Ihre Anforderungen.
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